Europäische Äsche (Thymallus thymallus)
Die in Mitteleuropa stark gefährdete Europäische Äsche wurde 1997 zum Fisch des Jahres gekürt. Sie benötigt klares, kühles Wasser und reagiert sehr empfindlich auf Gewässerverunreinigungen. Sie wächst eher langsam.
Verbreitung/Vorkommen:
In den westlichen Teilen der Benelux-Staaten, in Südfrankreich, der iberischen Halbinsel, Italien, dem Balkan und Griechenland findet man natürlichen Bestände. Die Äsche bewohnt sauerstoffreiche Regionen der Flüsse mit Kiesgrund, kommt aber auch in Seen vor. Sie gilt als charakteristischer Bewohner schnellfließender, sauerstoffreicher Flussbereiche.
Merkmale:
Der Körper ist langestreckt und robust. Das durchschnittliche Gewicht der ausgewachsenen Äsche beträgt etwa 500–1500 g (max. 3000); ihre Länge liegt in der Regel zwischen 30 und 50 (max. 60) cm. Ihr Maul ist endständig. Die Äsche hat eine auffallend große Rückenflosse, die sogenannten Fahne, die bei männlichen Äschen stärker nach hinten ausgezogen ist als bei den Weibchen. Der Fisch besitzt eine Fettflosse und eine gegabelte Schwanzflosse. Die Färbung ist silbern, schwarzgefleckt.
Fortpflanzung:
Die Äschen laichen im Frühjahr oder im Frühsommer auf seichten Kiesbänken. Das Weibchen (Rogner) schlägt eine Laichgrube in den Kies und legt ca. 2.000 - 6.000 Eier je kg Körpergewicht. Die Larven bleiben zwischen den Steinen verborgen, bis ihr Dottersack aufgebraucht ist.
Nahrung:
Die Äsche ernährt sich von Wasserinsekten aller Art, deren Larven, Bachflohkrebse, Anflugnahrung und gelegentlich auch von kleinen Fischen.
Verwendung:
Wirtschaftlich spielt die Äsche nur in der Angelfischerei eine Rolle. Sie ist ein hervorragender Speisefisch, dessen Fleisch sich durch einen leicht thymianartigen Geruch auszeichnet.
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