Gestreifter Leierfisch (Callionymus lyra)
Der Gestreifte Leierfisch ist durch einen stark abgeplatteten Kopf, eine kleine Mundöffnung und einen vorstreckbaren Oberkiefer gekennzeichnet.
Verbreitung/Vorkommen:
Der Gestreifte Leirerfisch ist heimisch an den europäischen Küsten vom westlichen Mittelmeer über die Atlantikküsten bis zu den Britischen Inseln und Norwegen. Er ist ein Grundfisch, der in Tiefen von 20 bis 200 m lebt. Er gräbt sich in Sand- oder Schlammböden ein, oft schauen nur die Augen und Teile des Rückens heraus.
Merkmale:
Der Gestreifte Leierfisch besitzt einen lang gestreckten und an der Unterseite abgeflachten Körper, einen stark abgeplatteten Kopf, ein kleines, leicht unterständiges Maul mit kleiner Mundöffnung und einen vorstreckbaren Oberkiefer. Auf den Kiemendeckeln der Leierfische befinden sich ein 3- bis 4-zackiger Stachel, der schwerheilende, schmerzhafte Wunden verursacht. Alle Flossen dieser Art sind recht groß, auffällig ist die sehr große erste Rückenflosse, insbesondere die Männchen besitzen eine extrem hohe erste Rückenflosse. After- und Schwanzflossen bläulichschwarz. In der ersten Rückenflosse sind vier, in der zweiten neun, in der Brustflosse zwanzig, in der Bauchflosse fünf, in der Afterflosse neun, in der Schwanzflosse zehn Strahlen vorhanden.
Das Gestreifte Leierfischmännchen erreicht eine Länge von ca. 30 cm, das Höchstgewicht liegt bei ca. 170 g. Der Körper ist, gelblich/braun mit leuchtend blauen Streifen gefärbt und hat Flecken auf Körper und Flossen. Während der Balz ist er leuchtend blau-gelb gefärbt. Weibchen und noch nicht erwachsene Männchen sind hellbraun gefärbt.
Der Gestreifte Leierfisch erreicht ein Alter von 5 bis 7 Jahren.
Fortpflanzung:
Die Laichzeit erstreckt sich von Februar bis Mai. Während der schwimmen Männchen und Weibchen immer wieder gemeinsam zur Wasseroberfläche auf, wobei sie sich mit den Bauchflossen berühren. Die Eier werden im freien Wasser abgelegt und schwimmen dann an der Wasseroberfläche. Nach dem Schlüpfen leben die Larven im freien Wasser, ab einer Größe von 10 mm gehen sie zum Leben am Boden über. Sie werden mit 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif.
Nahrung:
Er frisst wie alle Leierfische kleine wirbellose Tiere, hauptsächlich Würmer, Schnecken und Krebstiere.
Verwendung:
Sein Fleisch ist weich und wird als sehr wohlschmeckend bezeichnet. In der Schleppnetzfischerei bildet der Gestreifte Leierfisch einen häufigen Beifang, er ist jedoch wirtschaftlich unbedeutend.
| Zurück zur Übersicht | ![]() |
![]() |
![]() |
Weiter: Karausche (Carassius carassius) |
Hinweis:
Diese Seite stellt eine Basisinformation dar. Sie wird routinemäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.


